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Wenn die K?ken schlauer sind, als die Hennen

 
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tevion
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Anmeldedatum: 24.01.2007
Beiträge: 26

BeitragVerfasst am: Di Jul 31, 2007 23:28    Titel: Wenn die K?ken schlauer sind, als die Hennen Antworten mit Zitat

[size=18]Wenn die K?ken schlauer sind, als die Hennen[/size]



Bauer Xaver N. (54) aus Niederbayern hat eines Tages die Schnauze voll von Deutschland, verkauft seinen Hof mit allem Vieh und Ger?t, denn er hat von der Dominikanischen Republik nur ?Gutes? geh?rt. Er macht alles zu Geld, um in seiner neuen Wahlheimat solide neu beginnen zu k?nnen. Er bringt alle Papiere, viel Geld und die echte Schaffenskraft des Pioniers mit. Er steht auch mit einer soliden eingesessenen Beraterfirma in Kontakt und so scheint alles gut anzulaufen - bis zu jenem schwarzen Freitag.



Xaver ist berauscht von den sch?nen dunklen Landest?chtern, mit den verf?hrerischen Samtaugen, unter den dichten dunklen Wimpern. Unter dem Vorwand, er will sich noch etwas die F??e vertreten und etwas f?r den Kreislauf tun, verdr?ckt er sich geheimnisvoll und landet auch prompt in einem deutschen Lokal. Ein Taxifahrer bringt ihn gegen viel zu viel Geld mit den Worten, tu Aleman, du Deutsch?, dorthin. Hier ist er ein willkommenes Fressen zur fortgeschrittenen Abendstunde - f?r die herumlungernden und chronisch leeren, deutschen Nichtstuer.



Zu allererst wird nach dem bekannten Strickmuster der ihn betreuende Makler schlecht gemacht. Es ist die Rede von Banditen, Gaunern, Halunken u. Betr?gern - So die neidische Suffgemeinde. Der Wirt, ein in Deutschland gesuchter Ganove, ?berbietet sich uneigenn?tzig und der Alkohol flie?t reichlich auf Xavers Kosten.

Das ganze Lokal s?uft nat?rlich mit, denn so nette Leute, so etwas von hilfsbereit, h?tte der Xaver nie und nimmer in der Dom. Rep. vermutet.



Nach ?berwindung der Hemmschwelle, kommt Xaver dann bei 2 Promille zur Sache und fragt, wo er denn blo? so eine junge Frau kennen lernen k?nne? Aber ja, das ist doch gar kein Problem versichert man ihm hilfsbereit. Eine willige Dame ist schnell herbei geschafft, ein Anruf gen?gt. Ein verschwiegenes K?mmerlein bereitet der nette Wirt ebenfalls kostenlos und gerne. Und w?hrend unser Freund so richtig die aufgestaute Sau herausl?sst, wie er sp?ter berichtet, s?uft unten im Lokal die ganze Bande flei?ig weiter. Auf Xavers Kosten, versteht sich! Nach Mitternacht kommt Xaver dann endlich zur?ck in seine Unterkunft. Sternhagelvoll!



Am n?chsten Morgen zahlt er, ohne ein Wort der Erkl?rung, seine Verbindlichkeiten in der Pension und verschwindet mit samt allen Koffern, in einem vor der T?r wartenden Auto. Aus! Weg ist er! Keine Spur!

Er l?sst sich von seinen neuen Freunden anderswo unterbringen und beraten. Da ist doch im Osten des Landes diese besonders g?nstige Rinderfarm mit Haus, allen Ger?ten und den 5.000 Rindern neben Fleischabnahmevertr?gen etc. Von einer Erbstreitigkeit und einem tragischen Tod sei die Rede und alles sei in Betrieb und musterg?ltig. Nur, bei dieser Gr??enordnung - da ist man sich einig - m?sse schon ein echter Fachmann ans Werk!

Xaver, der Fachmann, wird immer hei?er, sieht sich schon als Gro?grundbesitzer! Da werden die Nachbarn dr?ben in der Heimat aber staunen. Soviel Land hat ja nicht mal der F?rst von Thurn & Taxis in Regensburg!

Bauer Xaver soll sich alles selbst anschauen und pr?fen. Nur im Moment ginge das nicht, die Erben m?ssen erst in den Staaten benachrichtigt werden und anreisen! Aber nat?rlich werde man sich entsprechend bem?hen. Bereits am n?chsten Morgen sind die Erben zur Stelle! Nur dass es sich dabei um ein altersschwaches Ehepaar handelt, dem man die stundenlange und anstrengende Fahrt von der Nord- an die Ostk?ste nicht zumuten k?nne. Aber das sei kein Problem. Uneigenn?tzige Freunde werden gegen Erstattung der Treibstoffkosten bestimmt ihr Flugzeug zur Verf?gung stellen.



Also fliegt man gemeinsam von Puerto Plata nach Osten. Nach etwa 35 Minuten Flugzeit deutet der Pilot pl?tzlich nach vorn! Aus dem gr?nen Busch tauchen saftig gr?ne Weiden mit vielen Rindern auf, ein sch?nes Wohnhaus im Kolonialstil, mit einem Schwimmbecken in leuchtendem T?rkis, und der Pilot geht gekonnt etwas tiefer. Nein, landen ist nicht m?glich, die vielen Rindviecher erschrecken sonst, aber man k?nne doch aus der Vogelperspektive sowieso alles viel besser anschauen. Mehrmals wird das Anwesen gekonnt umflogen. Xaver ist begeistert und sieht sich schon - wie in Dallas - auf der erh?hten Terrasse im Schaukelstuhl wippen. Sp?ter steuert man nach Norden. Weiden, Rinder, Buschgruppen. Dann nach 10 Minuten, Kurve nach Ost - Weiden, Vieh ?berall! Schwenk nach S?d. ?berall dasselbe, Rinder und Weiden und so sch?n gr?n alles! Der Bauer ist verz?ckt! Das gibt`s doch nicht! Wahnsinn! Und das alles f?r nur 1.5 Mio. " Des is scho kauft !" Noch ehe das Flugzeug wieder in Puerto Plata landet ist man sich handelseinig. Nun will auch der "freundliche Wirt" sein Eisen schmieden, so lange es gl?ht und die Funken spr?hen.



Bevor Xaver wieder einen klaren Gedanken fassen kann, sitzt er schon bei jener sch?nen Notarin, die ja auch noch so verf?hrerisch auf Xaver blinzelt und ihn ganz meschugge macht. Und dieses eindrucksvolle Schild an der T?r. Der biedere Bauer kann sein Gl?ck noch gar nicht so richtig fassen. Auf einer klapprigen Schreibmaschine ist der Besitz schnell umgeschrieben. Es wird unterschrieben und Xaver N. zahlt! Cash, aus seinem Koffer auf den Tisch. 1.2 Mio. Dollar. Danach wird das Gesch?ft noch im Lokal vom netten Wirt t?chtig begossen! So schnell hat man sich den Kauf nicht vorstellen k?nnen. Und die sch?ne gro?e Finca zu diesem Preis! Xaverle hat es nun eilig, will schnell zur?ck nach Deutschland. Der restliche Besitz daheim, soll jetzt auch noch verkauft werden - im Hektarrausch!



Abschied von Xavers neuen Freunden auf dem Flugplatz. Feuchte Augen und ein fester H?ndedruck. Also dann, bis in drei Wochen. Die neuen Freunde und der nette Wirt schluchzen fast b?hnenreif um die Wette und im Chor. In knapp einem Monat sind wir ja alle wieder beisammen! Dann hebt das Flugzeug ab und Bauer Xaver verschwindet zwischen den Wolken.



Es vergehen exakt 34 Tage, da klingelt bei dem zuvor verschm?hten und grob beschimpften Makler die T?rglocke. Xaver N., total verst?rt, steht vor der T?r. Er ist furchtbar betrogen worden! Kurz: Den freundlichen Wirt gibt es nicht mehr! In dem Lokal baut man gerade um. Wo der Vorg?nger geblieben ist, wei? niemand. Der Name ist ja wohl auch falsch! Die glut?ugige Notarin? Ebenfalls verschwunden. Nur vor der Eingangst?r zeugen noch vier frische L?cher in der Hauswand von der Existenz der juristischen Lolita und ihrem imposant gl?nzenden Firmenschild. Die nun einsetzenden Ermittlungen ergeben, dass nie eine Gastst?tte an jenem Ort angemeldet war. Dass nie eine Notarin mit Namen F. im Notariatsregister gef?hrt wurde. Dass das bezeichnete Grundst?ck ?berhaupt nicht existiert und die besichtigte Finca einem anderen geh?rt...



Irgendwo an der Grenze zu Haiti, so erz?hlen die Leute, hausen einige w?ste Alemanes (Deutsche). Sie sind den ganzen Tag boracho (betrunken) und rufen immer "Prosit Xaver"! N?heres war jedoch nie zu erfahren! Unser kluger Bauer, bewirtschaftet heute im neudeutschen Osten, einen Pachthof mit dem Geld seiner verkauften H?user. Wenn er auf seine Karibik-Erlebnisse und Abenteuer angesprochen wird, dann schweigt er beharrlich!!!



Gefunden:

http://de.liberty.li/magazine/?id=4042&q=Bye,+bye+Deutschland+...+Auswandern+um+jeden+Preis
_________________
Geiz ist Dummheit

Und der Kampf gegen die Dummheit ist nicht zu gewinnen
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